TABU. Tabu
(USA 1930/31)

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Regie: Friedrich Wilhelm Murnau.
Regieassistenten: William Bambridge; Herman(n) Bing (Postproduktion)
Buch: Friedrich Wilhelm Murnau, Robert J. Flaherty.
Kamera: Floyd Crosby, Robert J. Flaherty.
Kameraassistent: David Flaherty.
Schnitt: Friedrich Wilhelm Murnau, Artur A. Brooks.
Ton: L.E. Tope.
Musik: Hugo Riesenfeld (Originalkomposition).
Darsteller: Reri (i.e. Anne Chevalier) (Das Mädchen), Matahi (Der Jüngling), Hitu (Der alte Häuptling), Jean (i.e. William Bambridge) (Der Polizist), Jules (Der Kapitän), Kong Ah (Der Chinese).
Produktion: Murnau-Flaherty-Production für Paramount Publix Corporation, Los Angeles.
Produzenten: Friedrich Wilhelm Murnau, Robert J. Flaherty.
Mitproduzent: David Flaherty.
Drehorte: Südpazifik (Tahiti, Bora-Bora, Takapota-Islands).
Drehzeit: April 1929 (Eintreffen des Drehstabs / Suche nach Drehort); Drehbeginn 1. Teil: Das Paradies: 16.10.1929 bis Mai 1930; 2. Teil: Das verlorene Paradies: Mitte März bis September 1930.
Copyright: 3.8.1931, LP 2371.
Tonsystem: R.C.A. Photophone (USA); Tobis (Deutschland).
Zensur in Deutschland: 20.7.1931, B. 29412, 8 Akte, Jugendfrei. Originalzensurlänge: 7.383 ft.
Deutsche Zensurlänge: 2.311 m.
Prädikat: Künstlerisch wertvoll.
Uraufführung: 18.3.1931, New York, Central Park Theatre; Release: 19.3.1931.
Deutsche Erstaufführung: 5.8.1931, Berlin, Gloria-Palast (Pressevorführung).
Kinostart: 27.8.1931, Berlin, Ufa-Pavillon am Nollendorfplatz.

Anmerkungen: Murnau konzipierte TABU als Stummfilm. Die Paramount erstellte aus geschäftlichen Gründen eine Tonfassung. Nach einer Preview des Films am 18. Februar 1931 im Jolson Theatre (New York) schloß Murnau einen internationalen Verleihvertrag mit Paramount. Murnau selbst erlebte die Uraufführung seines Films nicht mehr. - In Deutschland wurde der Film von der Zensurbehörde als deutsche Produktion anerkannt. - Preis: American Academy Award 1930/31: Floyd Crosby (Beste Kamera). - 1940 kam eine Zusammenstellung der Ufa unter dem Titel TREIBJAGD IN DER SÜDSEE in die Kinos, kompiliert aus Materialien zu TABU, verantwortet von Werner Buhre. Zensur: 19.4.1940, B. 53657, Jugendfrei. - Zensurlänge: 327 m, 12 min. - Uraufführung: 30.8.1940, Berlin, Capitol. - In Karl Antons Abenteuerfilm PETER VOSS, DER MILLIONENDIEB (1945) behilft sich der Regisseur mit einem "kleinen Schwindel": für angebliche Außenaufnahmen "griff die Schnittmeisterin ins Filmarchiv. (…) Die Szenen entstammen dem Film TABU." (Karsten Witte: Film im Nationalsozialismus. In: Wolfgang Jacobsen u. a. [Hg.]: Geschichte des deutschen Films. Stuttgart, Weimar: Metzler 1993, S. 168.). - Unter dem Titel REISE ZU DEN GLÜCKLICHEN INSELN produzierte Hubert Schonger 1969 einen Kurzfilm, ein Agglomerat von wenigen Einstellungen aus TABU, teilweise schon verwendet in TREIBJAGD IN DER SÜDSEE, und möglicherweise Reiseaufnahmen von Robert Plumpe. FSK: 13.3.1969, Prüf.- Nr. 40422, freigegeben ab 6 Jahren, Feiertagsfrei. - Originallänge: 314 m, 11 min. - Unter dem Titel TABU - DERNIER VOYAGE/TABU - DIE LETZTE REISE nähert sich Yves de Peretti Murnau und den TABU-Dreharbeiten in einer dokumentarischen Spurensuche (Erstausstrahlung: 8.11.1996, arte).

 

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