NOSFERATU. Eine Symphonie des Grauens
(D 1921/22)

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Regie: Friedrich Wilhelm Murnau.
Buch:
Henrik Galeen, nach dem Roman "Dracula" (1897) von Bram Stoker.
Kamera: Fritz Arno Wagner.
Kameraassistent: Günther Krampf.
Musik: Hans Erdmann (Kinomusik).
Bauten, Kostüme: Albin Grau.
Darsteller: Max Schreck (Graf Orlok/Nosferatu), Alexander Granach (Knock, Makler), Gustav von Wangenheim (Hutter), Greta Schröder-Matray (Ellen Hutter), Georg Heinrich Schnell (Harding, ein Reeder), Ruth Landshoff (Ruth, seine Schwester), John Gottowt (Professor Bulwer, ein Paracelsianer ), Gustav Botz (Professor Sievers, der Stadtarzt), Max Nemetz (Kapitän), Wolfgang Heinz (Maat), Albert Venohr (Matrose), Guido Herzfeld (Wirt), Karl Etlinger (Seemann), Heinrich Witte (Seemann), Hardy von François (Arzt im Krankenhaus).
Produktion: Prana-Film GmbH, Berlin.
Drehorte: Jofa-Atelier, Johannisthal; Wismar, Lübeck (Salzspeicher), Lauenburg, Rostock, Schloß Oravsky / Karpaten, Dolin Kubin, auf dem Vratna-Paß, Schlesische Hütte, auf dem Fluß Waag, Tegeler Forst.
Drehzeit: Mitte Juli (Außenaufnahmen), Oktober bis Dezember 1921 (Aufnahmen im Jofa-Atelier).
Zensur:
16.12.1921, B. 4960, 5 Akte, Jugendverbot.
Zensurlänge: 1.967 m.
Uraufführung: 4.3.1922, Berlin, Marmorsaal des Zoologischen Gartens (Voraufführung);
Kinostart: 15.3.1922, Berlin, Primus-Palast.

Anmerkungen: An die Uraufführung schloß sich im Rahmen eines Gesellschaftsabends ein großes Kostümfest ("Das Fest des NOSFERATU") an. Aufgeführt wurden ein Prolog von Kurt Alexander und ein Tanzspiel "Die Serenade" von Elisabeth Grube. Die Musik komponierte Hans Erdmann, es spielte die Kapelle O. Kernbach. Während des Festes wurden von den Gästen Filmaufnahmen gemacht. "Selbst Prominente aus der Filmwelt wie Ernst Lubitsch schwangen mit bewunderungswürdig viel Temperament und Ausdauer das Tanzbein, während Richard Oswald schon früh das Feld räumte." (Oly., i.e. Fritz Olimsky, Berliner Börsen-Zeitung, 7.3.1922). - 1930 wurde ohne Nennung Murnaus eine mit Schallplattenmusik unterlegte und durch hinzugefügte Szenen veränderte "Neubearbeitung" herausgebracht: DIE ZWÖLFTE STUNDE (Eine Nacht des Grauens). Künstlerische Bearbeitung: Dr. Waldemar Roger. - Produktion: Deutsch-Film-Produktion, Berlin (D. F. P.). - Zensur: 14.11.1930, B. 27446, 8 Akte, Jugendverbot. - Zensurlänge: 1.893 m, nach Kürzung 1.799 m. - Tonsystem: Organon GmbH im Polyphon-Grammophon-Konzern. Uraufführung: 16.5.1930, Wien [Titel in Österreich: Nosferatu (Der Vampyr)]; Berliner Erstaufführung: 17.-22.3.1931, Kamera. - Hans Behal und Eduard von Winterstein spielten nur in der Tonfilmfassung. Alle Rollenbezeichnungen wurden geändert. Günther Krampf war der Kameramann der hinzugefügten Szenen. Die Länge der in Wien aufgeführten Fassung betrug 2.297 m. Es kam auch eine Stummfilmfassung zum Einsatz. (Vgl. Ulrich J. Klaus: Deutsche Tonfilme. Bd. 1: Jahrgang 1929/30. Berlin, Berchtesgaden: Klaus-Archiv 1988) - Wiederaufführung der rekonstruierten und farbigen Kopie von NOSFERATU. EINE SYMPHONIE DES GRAUENS mit der Originalmusik für Salonorchester am 20. Februar 1984, Internationale Filmfestspiele Berlin, Zoo-Palast, Lotte H. Eisner zu Ehren. - Neuverfilmung: NOSFERATU - PHANTOM DER NACHT / NOSFERATU - FANTÔME DE LA NUIT. - BRD/Frankreich 1978/79. - Regie: Werner Herzog. - Am 16. Mai 2000 wurde auf den Internationalen Filmfestspielen in Cannes die britisch-amerikanische Co-Produktion SHADOW OF THE VAMPIRE uraufgeführt, ein Spielfilm über die Dreharbeiten zu Murnaus NOSFERATU, in dem suggeriert wird, daß der Darsteller Max Schreck ein echter Vampir gewesen sei. - Regie: E. Elias Merhige. - Darsteller: John Malkovich (F.W. Murnau), Willem Dafoe (Max Schreck), Udo Kier (Albin Grau).

 

Fotos

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