1929 - 1931...................................................English

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Für ihr Filmprojekt in der Südsee gründen Murnau und Robert J. Flaherty die Flaherty-Murnau-Productions, ein erster Drehbuchentwurf mit dem Titel »Turia« entsteht. Murnau kauft einen Zweimaster-Segelschoner und legt das Kapitänsexamen ab. Im Frühjahr 1929 bricht er mit seiner Jacht »Bali« von Los Angeles nach Tahiti auf, Flaherty folgt kurze Zeit später.

Nachdem die an dem Projekt finanziell beteiligte Firma Colorart Bankrott angemeldet hat, muß das Drehbuch umgeschrieben werden. Die ursprüngliche Geschichte über die Ausbeutung der Tahitianer durch chinesische Perlenfischer wandelt sich zu einer Liebesgeschichte, einer Erzählung über das - Tabu. Aufgrund unterschiedlicher künstlerischer Auffassungen zieht sich Flaherty vom dem Projekt zurück. Murnau entschließt sich, den Film aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Nach dem Ende der Dreharbeiten sind Murnaus finanzielle Reserven aufgebraucht. Doch die Paramount kauft den Film und bietet Murnau einen Zehnjahresvertrag an. Er fährt für Verhandlungen zurück nach Los Angeles, will die Filmpremiere von TABU in New York besuchen und anschließend nach Europa reisen. Dazu kommt es nicht. Eine Woche vor der Premiere im Central Park Theatre in New York stirbt Murnau am 11. März 1931 in Kalifornien bei einem Autounfall.

Friedrich Wilhelm Murnau wird am 13. April 1931 auf dem Waldfriedhof Stahnsdorf bei Berlin beigesetzt. Eine große Trauergemeinde trifft zusammen. Seine Weggefährten Emil Jannings, Robert Herlth und Walter Röhrig, Erich Pommer, Rochus Gliese, Robert J. Flaherty und Carl Mayer sind gekommen, um von Murnau Abschied zu nehmen. Der Regisseur Fritz Lang hält eine Trauerrede.


 

 



 

 

 

 


 


F.W. Murnau, 1930

 


Mit Darstellern auf der Insel Bora-Bora

 


Emil Jannings bei der Trauerfeier