1919 - 1922......................................................English

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In Berlin arbeitet Friedrich Wilhelm Murnau ab 1919 als Filmregisseur. Seinen ersten Spielfilm dreht er gemeinsam mit Ernst Hofmann, einem ehemaligen Kollegen vom Deutschen Theater. Hofmann ist Produzent und Hauptdarsteller von DER KNABE IN BLAU (1919). Der Film erzählt die Geschichte eines verarmten Adligen, der sich in dem Bildnis eines seiner Vorfahren wiederzuerkennen glaubt und dem »Fluch« des Gemäldes verfällt.

Murnau inszeniert bis Ende 1921 zehn Spielfilme, in fünf spielt Conrad Veidt die Hauptrolle. Auch mit Veidt ist Murnau seit ihrem Engagement an den Reinhardt-Bühnen befreundet. Die von Murnau inszenierten Filme SATANAS (1919/20), DER JANUSKOPF (1920) und ABEND - NACHT - MORGEN (1920) prägen Veidts Image als Darsteller des Dämonischen.

Das Kino boomt in den Jahren unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg. Die Zensur ist aufgehoben und die neue Zeit verlangt nach Amusement. Abenteuer- und Kriminalfilme sind beim Kinopublikum beliebt. Exotische Sujets und Verbrechensgeschichten kennzeichnen auch die ersten Filme von Friedrich Wilhelm Murnau. Von den 1919 bis 1921 gedrehten Spielfilmen Murnaus sind lediglich drei überliefert, sieben gelten zur Zeit als nicht erhalten.

Im März 1922 hat Murnaus NOSFERATU. EINE SYMPHONIE DES GRAUENS in Berlin Premiere, ein Vampirfilm, der bis heute das internationale Genre-Kino beeinflußt. Das Gespenstisch-Unheimliche dieses Filmes entsteht in enger Zusammenarbeit des Regisseurs mit seinem Drehbuchautor Henrik Galeen und dem für Dekoration und Kostüme verantwortlichen Albin Grau. Grau - Bühnenbildner, Maler und Spiritist - produziert den Film mit seiner neugegründeten Produktionsfirma Prana-Film.

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DER KNABE IN BLAU



DER JANUSKOPF

 


NOSFERATU